If you come to think of it (54)

Wie Mainstream das Internet inzwischen (endlich?) geworden ist, merkt man bestens daran, dass es nun (das sagen andere zwar schon seit Jahren, aber mir drängt es sich im Augenblick geradezu unübersehbar auf) kein reines Rückzugsgebiet für Geeks oder Andersdenkende/Freigeister mehr darstellt. Früher™ konnte man noch bei störenden, (aber trotzdem) dominierenden Ereignissen (“Promi”-Hochzeiten, Karneval, Fußball-Whatevers, “Musik”-Irgendwas…) in allen anderen Medien auf das Internet ausweichen, um davon verschont zu bleiben (das war auch einer der Faktoren der bei mir endgültig das Ende des TV-Zeitalters eingeläutet hatte). Davon kann inzwischen jedoch keine Rede mehr sein. Auch wenn Twitter vielleicht sogar schon systembedingt nicht das beste Beispiel dafür ist, so reicht es dort längst nicht mehr, sich nur seine eigene Bohème-Timeline zu bauen, sondern das Ausblenden der TT wird zur Pflicht. Vielleicht zeigt sich dadurch aber auch nur die Konsequenz der Einbindung von “Social”-Elementen in immer höherem Ausmaß in immer mehr Diensten, was dann selbstverständlich darin resultieren muss, dass dort der gleiche Bullshit angeschwemmt wird, wie er auch sonst für die meisten Gesellschaften definierend ist.

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